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Archiv für den Monat Juni 2016

[Drabble] Von Häkelgarn und Meeresbewohnern

Heute durfte ich mal wieder einen Wunsch von I. Jakobs erfüllen ❤
Die Vorgaben waren: das Meer, häkeln und eine Seegurke
 
„Was machst du da?“ Das Plätschern hätte ihre Freundin ankündigen müssen, dennoch zuckte Marie zusammen, beinahe wäre ihr das Garn ins Meer gefallen.
Liara kicherte hell und tauchte für einen Moment unter, winkte mit ihrer Schwanzflosse. „Also, was machst du?“ fragte sie erneut und schielte zu dem Fels empor, auf dem ihre Menschenfreundin saß.
„Ich häkle.“
„Zeig mal!“
Schüchtern hielt Marie das türkis-grüne Gebilde hoch.
„Oh, wird das eine Seegurke?“ quietschte Liara vergnügt.
Marie zwang sich zu einem schiefen Grinsen. Um nichts auf der Welt würde sie jetzt gestehen, was es in Wahrheit darstellen sollte. Eine Meerjungfrau. Ihre geliebte Meerjungfrau.
Über Vorgaben und Wünsche freue ich mich weiterhin, sorgt dafür, dass sie mir ja nicht ausgehen.. bitte? 😉 
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[Drabble] Von Lippenstiftspuren und Fluchtversuchen

Der Wunsch von dieser Woche kam mal wieder von meinem talentierten Kollegen Erik Huyoff:
Gegenstand: Sacher-Torte
Ort: Alpengletscher
„Person“: Falco (muss allerdings nicht er selbst sein, sondern kann auch nur seine Musik sein, ein Fan von ihm oder irgendwas, was mit ihm zu tun hat^^)
 
Wenn jemand „Jeanny“ von Falco nicht kennen sollte, dann vielleicht vor dem Lesen anhören? 🙂
 
Der Waldboden ist nass, Matsch klebt an ihr als sie stürzt, aufsteht und weiterläuft. Nur mehr ein Schuh, den anderen hat sie verloren als er sie gepackt hat.
Angst vor wilden Tieren, doch das bedrohliche Knurren kommt von ihrem Magen. Ein Stück Sachertorte, mehr hat er ihr nicht zu essen gegeben.
Sie muss raus aus dem Wald. Er hat sie verloren und darf sie nicht wiederfinden.
Einen Moment bleibt sie stehen, verschnauft und schließt die Augen. Den Wald verlassen. Die Alpengletscher sehen. Sie wischt sich über das Gesicht. Ein Hauch von Rot auf dem Handrücken, der letzte Rest ihres Lippenstifts.
Das war übrigens der letzte Wunsch, den ich auf Vorrat hatte, überhäuft mich also ruhig mit neuen 😉 
 

[Drabble] Von Drachen und Prinzessinnen

Dieser besonders leckere Wunsch kam von Katrin Lotti Rövardotter:
Vegane Schokolade / Drache / Studentenwohnheim
Gespenstische Ruhe herrschte im Studentenwohnheim. In der vergangenen Nacht hatte im gesamten Haus eine Party stattgefunden, deren Gäste nun wohl noch eine ganze Weile schlafen würden.
Lia hingegen war wach und würde etwas tun, zu dem sie unter der Woche bisher nicht gekommen war: Sie würde Schokolade gießen – vegan und in tollen Formen! Erst die einfachen zum Üben – eine Krone, einen Stern, eine Blume. Dann kam die Kür!
Lia biss sich konzentriert auf die Unterlippe als sie vorsichtig den filigranen Drachen aus der Form löste.
Perfekt für eine Prinzessin und viel zu schön um ihn zu essen.
 

[Drabble] Von Handcreme und Musik

Diese Woche kamen die Vorgaben mal wieder von I. Jakobs:
Handcreme – geprellte Zehe – ein schönes Lied
 
Was für ein Tag!
Erst hat sie sich beim Training eine Zehe geprellt. Nein, nach dem Training und in der Garderobe, wesentlich schlimmer.
Dann hat sie durch ihr Humpeln den Zug verpasst und muss nun in der Kälte eine geschlagene Stunde auf den nächsten warten.
Seufzend sitzt sie auf einer Bank, öffnet ihre Tasche um ihr Buch herauszuholen. Ein intensiv blumiger Geruch steigt ihr in die Nase. Handcreme, nicht mehr in ihrer Tube. Absolut großartig.
Tränen steigen ihr in die Augen und sie setzt ihre Kopfhörer auf.
Ein schönes Lied erklingt und der Tag wird mit einem Schlag besser.
 

[Drabble] Von Romanen und Kuchen

Danke an Nathalie Tassotti für ihren Wunsch:

1) Tischkalender
2) Schokokuchen
3) SciFi
Immer wieder klopfte Raouls Finger gegen den Tischkalender. Freitag. Immer wieder auf den Freitag.
Als wäre das Wort „Deadline“ in roter Schrift nicht penetrant genug. Dabei sollte es ihm leicht fallen.
Einen SciFi-Roman wollte er seit Jahren schreiben und nun wollte der Roman seine Geschichte nicht erzählen.
Freitag war das Exposé fällig, von dem abhing ob er seinen Traum verwirkichen durfte. Ein Traum, der sich zu einem Albtraum wandelte.
Er musste sich zusammenreißen, durfte dem nagenden Gefühl des Versagens nicht nachgeben. Vor allem aber musste er aufhören an Schokokuchen zu denken. Über den ließe sich sicherlich ein vortrefflicher Roman schreiben…