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Archiv für den Monat März 2016

[Drabble] Von Kaffee und Zimtschnecken

Wiedereinmal Danke an Katrin Lotti Rövardotter
Genre: Gay-Romance + Prokrastinieren, Zimtschnecke

Heute würde es so weit sein. Heute würde er sich endlich trauen ihn anzusprechen.
Aufmunternd nickte Ben seinem Spiegelbild im Schaufenster zu ehe er das Café betrat. Sofort fiel sein Blick auf den wortwörtlichen Mann seiner Träume. Wie immer saß Laurent mit einer großen Tasse schwarzen Kaffees vor seinem Laptop und tippte fleißig. Heute würde er ihn ansprechen.
So viele Tage, so viele Tassen Kaffee lang hatte er ihn aus der Entfernung angehimmelt, in seltenen Momenten seine Stimme gehört.
Heute würde es endlich so weit sein. Heute würde er den nötigen Mut aufbringen. Doch erst würde er eine Zimtschnecke essen.

(nachwievor freue ich mich über weitere Drabblewünsche und auch die Fortsetzungsgeschichte wartet seit Montag auf jemanden, der den weiteren Verlauf entschiedet 😉 )

 
 

[Drabble] Von Seen und Booten

Wiedermal danke an Teresa Raab für die Vorgaben!
Dieses Mal waren es:
1) ein quietschgelbes Gummiboot, 2) Horror, 3) Familienausflug

Ich muss schon sagen, es ist verdammt schwierig innerhalb von 100 Worten eine unheimliche Atmosphäre aufzubauen, ich hoffe es ist mir zumindest im Ansatz gelungen:

„Papa?“
Undurchdringlicher Nebel, sie kann nichts sehen.
„Mama?“
Es hatte ein ganz normaler Familienausflug sein sollen, der erste seit langem.
„Sophia?“
Sie, ihre Eltern, ihre kleine Schwester und friedliche Stunden an einem abgeschiedenen See. Eine Auszeit, die sie alle dringend notwendig gehabt hatten.
„Pia!“
Sie macht einen Schritt nach vorne und ihr Fuß versinkt bis zum Knöchel in Wasser. Das Ufer des Sees.
„Pia!“
Es ist ihr Name aber die Stimme erkennt sie nicht.
Durch den Nebel bahnt sich etwas Gelbes.
Das leise Plätschern eines Paddels, das auf Wasser trifft.
„Pia.“
Noch einen Schritt, dann sieht sie es. Ein Gummiboot.

 
 

[Drabble] Von Brillen und Abneigung

Dieses Mal geht mein Dank für die folgenden Vorgaben an Isabella Demian:
Hate/Love 
Glasses
Romance

Der Romance-Anteil kam wohl sehr zu kurz, ich hoffe es gefällt dennoch. Und wenn nicht: ich bräuchte ohnehin neue Wünsche und somit Gelegenheit bessere Drabbles zu schreiben! 😉

Die Luft war eisig und Brendon stellte den Kragen seiner Jacke auf, zum Glück hatte er es nicht weit. Er betrat das geheize Lokal und augenblicklich beschlugen die Gläser seiner Brille. Mit einem leisen Knurren rieb er sie am Saum seines Pullovers wieder durchsichtig.
Ein Räuspern und er blickte auf. Da war sie, unscharf aber zweifellos sie. Alles in ihm sträubte sich als sie näher kam, doch seine Lippen verzogen sich zu einem Lächeln. Sie küsste ihn und er verdrängte den Gedanken wie schwer sie sein Leben in naher Zukunft machen würde. Brendon erwiderte den Kuss und lebte im Augenblick.

 
 

Überarbeiten für Unfähige

Auf meiner Seite hatte ich diesen Beitrag schon vor mehr als zwei Wochen versprochen, aber nun ist es endlich so weit!

Der Grund warum ich erst jetzt dazu komme ist, dass ich aktuell nicht nur meinen eigenen Roman überarbeite sondern auch quasi im Eilverfahren den von I. Jakobs – immer wenn sie ca 2 Kapitel fertig hat gehen diese an mich (und zwei weitere Testleser). Da meine liebe Kollegin Ende März ihre Deadline hat, geht ihr Projekt klarerweise vor!

Doch wenn meine Anmerkungen und Änderungen an sie rausgegangen sind, dann ist es Zeit mich an meine Endzeit Erotik zu setzen!

Ein paar Hintergrundinfos:
– „Bruchstücke“ (aka Endzeit Erotik) war eines meiner beiden Projekte im NaNoWriMo 2015
– Durch die „Doppelbelastung“ wurde der Roman nur die Mindestlänge an 50.000 Worten lang  und hat nicht annähernd sein Ende erreicht

Mein Ziel ist es bis spätestens Ende April den Roman zu Ende zu schreiben und für gewöhnlich würde ich mich „einlesen“, in diesem Fall also wohl alles bisher Geschriebene lesen um im Anschluss weiterschreiben zu können.
Nur kenne ich mich inzwischen besser. Ich würde anfangen zu überarbeiten, an einzelnen Formulierungen feilen und mich in Details verrennen ohne in absehbarerer Zeit tatsächlich weiter zu schreiben, deswegen habe ich beschlossen eine andere Methode zu versuchen:

Schritt 1: Ich habe mir die bisherigen Kapitel ausgedruckt.

Schritt 2: A6 Karteikarten und eine dazupassende Mappe finden und sich in letztere verlieben!
a2Schritt 3: Die Rohfassung lesen (überfliegen!) und alles Wichtige mit Leuchtstift markieren  (aka wichtige Handlungspunkte )
a1
Schritt 4: (meist synchron mit Schritt 3) die markierten Passagen in Kurzform auf die Karteikarten schreiben. Besonders wichtige Punke (aka erste Erwähnungen von schwerwiegenden Fakten oder aber auch Punkte, bei denen ich nicht weiß ob ich ihnen in späteren Kapitel nicht widerspreche!) auf den Karteikarten mit Leuchtmarker markieren

Schritt 5: Die Karteikarten jedes Kapitels (nach Kapitellänge und -inhalt zwischen 3 und 9 Karten) zusammenheften und in das Mäppchen sortieren

Schritt 6: Anhand der Karteikarten(!) den Verlauf der restlichen Handlung planen und skizzieren

Schritt 7: Den Roman zu Ende schreiben

Schritt 8: Die tatsächliche Überarbeitung – „aber das ist eine andere Geschichte..“

Welche Methoden habt ihr? Was funkioniert bei euch und was nicht? Habt ihr Geheimtipps oder Techniken?

 

 

 

 

[Drabble] Von Kerzen und Ritualen

Danke an Katrin Lotti Rövardotter für ihren Wunsch:
Frühling / magische Kerze / eine schwierige Aufgabe

Hanna beißt die Zähne zusammen und geht weiter, sie muss es schaffen. Vor wenigen Tagen hat es noch geschneit, doch nun hat der Frühling Einzug gehalten. Die Zeit für das Ritual ist gekommen.
Sie richtete ihren Blick auf das Ziel. Die Lichtung im Wald, dorthin muss sie es schaffen. Der Weg ist nicht lang, doch die Flamme der Kerze flackert bedenklich. Sie darf nicht ausgehen, nicht wenn Elis zu ihr zurückfinden soll. Hanna beißt sich auf die Lippe, hält die andere Hand nun noch näher schützend um die Flamme und der Geruch nach verbranntem Fleisch steigt ihr in die Nase.

 
 

[Drabble] Von Haselnüssen und Schokolade

Wieder eine Woche vorbei und wieder ein neues Drabble am Sart!
Der Dank für die Vorgaben gilt dieses Mal wieder Teresa Raab:
Haselnussallergie, Aufenthalt in der Notaufnahme, die große Liebe

So hatte sie sich den Abend nicht vorgestellt.
Erst war er zu spät gekommen, dann hatte er sie in ein Restaurant ausgeführt, das niemandes Ansprüchen genügen sollte. Zu allem Überfluss hatte er Schokoladenkuchen zum Dessert bestellt ohne an seine Haselnussallergie zu denken. Immerhin hatte sein uninteressanter Redeschwall in dem Moment geendet, in dem seine Kehle begann anzuschwellen.
Nun saß sie im Wartezimmer während er einen abendlichen Aufenthalt in der Notaufnahme gewonnen hatte. Ihre Höflichkeit gebot ihr zu bleiben.
Sie seufzte und ging zum Süßigkeitenautomaten. Zwei Münzen später hielt sie einen Schokoriegel in der Hand. Schoko und Nuss, ihre große Liebe.